Die weitere Entwicklung des Hörfilmangebotes

Der Hörfilm steht noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung. Trotz der Zunahme des barrierefreien Kino- und TV-Angebotes ist der Audiodeskriptionsanteil am gesamten Programm noch immer verhältnismäßig klein. Es wird mehr Programm mit Audiodeskription benötigt, um den Bedürfnissen des blinden und sehbehinderten Publikums Rechnung zu tragen, das seit 2013 auch Rundfunk- und Fernsehbeiträge zahlt und sich eine kontinuierliche Ausweitung des barrierefreien Programms wünscht. Der DBSV setzt sich daher weiter für die Ausweitung des Hörfilmangebotes ein.

Es ist erforderlich, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Engagement für das barrierefreie Angebot fortsetzen und dass die privaten Fernsehsender endlich in die Produktion von Audiodeskription einsteigen.

Filme, die zum Kinostart über eine Audiodeskription verfügen, müssen auch im Kino als Hörfilm zu erleben sein. Darüber hinaus sollte der barrierefreie Zugang zu internationalen Produktionen und zum vorhandenen Filmbestand für blinde und sehbehinderte Menschen selbstverständlich werden.

Der Zugang zu einer bereits existierenden Audiodeskription muss bei der weiteren Verwertung des Films auf DVD/Blu-ray, VoD und TV ebenfalls gewährleistet sein.

Menschen mit einer Seheinschränkung fehlt oftmals der barrierefreie Zugang zu Informationen darüber, welche Filme wo mit einer Audiodeskription ausgestrahlt werden und wie das TV-Gerät auf den AD-Empfang eingestellt wird. Hörfilm.info unterstützt hier mit den Informationen auf dieser Webseite.