Es sagt, es liebt uns

4 Schauspielende in einer aufwendigen übermannshohen Kulisse
Foto: Christian Kleiner


Mannheim · Studio Werkhaus

Handlung

Die Welt hat sich gedreht. Die Digitalisierung ist vorangeschritten. Erich K. ist im Sessel sitzen geblieben, blickt skeptisch auf ein Draußen, das er nicht mehr versteht und vermisst seine verstorbene Frau. In dieser Situation betritt eine Modular-Organische-Neuro-Intelligenz, kurz MO-NI, die Szene. Zur Entlastung seiner Tochter soll sie liegen gebliebene Care-Arbeit erledigen - mit Daten der verstorbenen Mutter und Ehefrau gefüttert. Fremd blickt der Vater auf »das Ding«. Fremd blickt MO-NI zurück auf die Gepflogenheiten der Humanoiden. Im Spiegel dieser Blicke entwickelt Emre Akal eine Geschichte zwischen Sci-Fi und Familiendrama, zwischen absurder Komik und Melancholie, die Grundannahmen menschlichen Zusammenlebens reflektiert. Denn in Folge unvorhergesehener Abweichungen vom definierten Systemablauf verlangt MO-NI mit der Zeit mehr als nur dienendes Assistieren. Sie »will auch jemand sein« und konfrontiert die überforderte Kleinfamilie mit Fragen zu familiären Klischees, mit einem Bedürfnis nach echter Zugehörigkeit und eigenen Wünschen.

 

Humorvoll und mit einem Augenzwinkern verhandelt Emre Akals Theaterstück "Es sagt, es liebt uns" die Frage nach Wert und Sinn des »Mensch-Seins« angesichts einer den Menschen überholenden KI, ohne dabei die Ernsthaftigkeit und Aktualität des Themas außer Acht zu lassen.

Spielstätte

Studio Werkhaus
68161 Mannheim

Telefon: 06211680488
E-Mail: ricarda.mager@mannheim.de

Website

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