Theater

Madame Butterfly

Termin: Sonntag 17.05.2020, 15:00 Uhr
Veranstaltungsort: Musiktheater im Revier
Regie: Gabriele Rech

Inhalt

Oper von Giacomo Puccini

Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa | UA 1904 | In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Für den in Nagasaki stationierten Lieutenant F. B. Pinkerton ist die Heirat mit der Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, nicht mehr als ein Spiel, mit dem er seine sexuellen Sehnsüchte kurzzeitig erfüllen kann. Ihm zuliebe ist Butterfly zum Christentum konvertiert und wurde daraufhin von ihrer Familie verstoßen. Seitdem ist sie völlig auf Pinkerton fixiert. Nachdem dieser sie verlassen hat, lebt sie zurückgezogen an der Seite ihrer Dienerin Suzuki. Erst als Pinkerton erfährt, dass Butterfly ein Kind von ihm bekommen hat, kehrt er nach Japan zurück – gemeinsam mit seiner amerikanischen Ehefrau. Pinkerton will das Kind zu sich nehmen. In ihrer Verzweiflung sieht Butterfly nur noch einen Ausweg: den rituellen Selbstmord.

Die Konfrontation unterschiedlicher Kulturen war seit dem Erscheinen von Pierre Lotis Roman „Madame Chrysanthème“ Thema in Literatur und Musik der Jahrhundertwende. Die – vermeintliche oder tatsächliche – Unvereinbarkeit des westlichen Kulturkreises mit dem fernöstlichen wirkt wie ein Spiegelbild der imperialistischen Auseinandersetzungen jener Zeit.
„Madama Butterfly“ war Puccinis Schmerzenskind. Nach dem Flop der Uraufführung an der Mailänder Scala überarbeitete er das Werk auch dann noch, als die Neufassung auf der ganzen Welt Triumphe feierte. Die große Beliebtheit der „Butterfly“ hat dazu geführt, dass die Handlung oft sentimentalisiert und ihre politische Komponente ins Abseits gedrängt wurde. Mit ihren epischen Strukturen weist „Madama Butterfly“ in die Zukunft. Über weite Strecken konzentriert sich das Werk ganz auf seine Heldin, die zumindest in musikalischer Hinsicht gar nicht so zerbrechlich gezeichnet ist, wie es der titelgebende Schmetterling vorgaukelt. Butterflys mitreißende emotionale Ausbrüche stehen in starkem Kontrast zu der impressionistisch gefärbten Orchesterpartitur, die japanisches Kolorit ebenso sparsam wie gezielt einsetzt.

Weitere Infos:

Die Hör.Oper beginnt 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn mit einem 60minütigen
Vorprogramm „Sinnesreise“, in dem Kostüme und Requisiten ertastet werden und bei einer Führung über die Bühne der Bühnenraum in seiner Dimension und
seinen Materialien erfahrbar wird. Anschließend gibt es eine Einführung in
das jeweilige Stück.

Eine Kartenreservierung an der Theaterkasse ist notwendig! Für
Hör.Oper-Kunden ist zu den genannten Terminen ein Platzkontingent
eingerichtet. Karten erhalten Sie an der Theaterkasse, Tel. 0209 4097200.
Bitte geben Sie bei der Reservierung an, dass Sie an der Hör.Oper teilnehmen
und ob Sie zum Vorprogramm kommen möchten.

Sie bezahlen den regulären Kassenpreis. Begleitpersonen von
Schwerbehinderten zahlen eine Gebühr von 3 EUR.

Für weitere Fragen zum Programm steht Ihnen Dramaturg Stephan Steinmetz zur
Verfügung, Tel.: 0209 4097103.

Weitere Infos zur Hör.Oper unter:
https://musiktheater-im-revier.de/de/performance/2019-20/hoer-oper/

Link

Website zum Stück

Adresse und Anfahrt

Musiktheater im Revier, (MiR)
Kennedyplatz (für Navi: Rolandstr.)
45879 Gelsenkirchen

Tickets

Kontakt:
Stephan Steinmetz (Dramaturg beim MiR)
Tel.: +49 (0) 209 40 97-103,
Mail: Stephan.Steinmetz@musiktheater-im-revier.de

Theaterkasse: +49 (0) 209 40 97-200 (Täglich außer So ab 10 Uhr, MO + SA bis 14:00 UHR, DI - FR Bis 18:30 UHR).
Kopfhörerwunsch mit angeben!
Der blinde/sehbehinderte Besucher zahlt den normalen Preis, abhängig von der Platzkategorie, der sehende Begleiter zahlt 3€.