Empfangswege für Hörfilme im TV

Audiodeskription (AD) kann mit jedem handelsüblichen Fernsehgerät oder Receiver (Set-Top-Box) empfangen werden. Es wird kein Zusatzgerät benötigt. Mit Hilfe einer PC-TV-Karte oder eines USB-TV-Sticks ist der Empfang einer AD am Computer oder Laptop ebenso möglich.

Grundsätzlich kann zwischen einem digitalen und einem analogen Empfang unterschieden werden. Der Empfang einer AD über einen analogen Empfang ist sehr unregelmäßig und nimmt stark ab. Es sollte daher ein digitaler Empfang vorliegen. Dabei unterscheidet man zwischen:

Aktuell senden nur die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ein konstantes Programm mit AD. Dazu gehören ARD, ZDF, ARTE, 3sat, NDR, MDR, RBB, HR, SWR, WDR, BR, ONE, ARD-alpha, tagesschau 24, ZDFneo, ZDFinfo, KIKA sowie ORF 1 und ORF 2 in Österreich und SRF in der Schweiz. Die privaten Sender bieten bisher nur in Ausnahmefällen eine AD an.

Nachfolgend stellen wir Ihnen allgemeine Informationen und aktuelle Hinweise zur Ausstrahlung der AD über die einzelnen Empfangswege vor.

Wir empfehlen Ihnen, vor der Wahl Ihres Empfangswegs zu prüfen, welche Anbieter Ihnen an Ihrem Wohnort zur Verfügung stehen und ob Ihr Vermieter oder Ihre Hausverwaltung einen festen Vertragspartner hat. Die Information darüber erhalten Sie in der Regel beim Bezug der Wohnung oder im Mietvertrag. Sie sollten zudem vorab klären, ob das Aufstellen einer Satellitenschüssel an Ihrem Haus erlaubt ist.

Die Empfangswege

Empfangsweg DVB-C

Allgemein gesprochen heißt DVB-C, sein Fernsehprogramm über einen digitalen Kabelanschluss zu empfangen. Dieser Empfangsweg bietet in der Regel einen sicheren Empfang der AD.

Folgende Kabelanbieter gibt es in Deutschland:

  • Vodafone Kabel Deutschland

    www.kabel.vodafone.de

    Vodafone Kabel Deutschland hat neben dem klassischen Fernsehen auch Telefonie und unter dem Namen Giga TV ein Unterhaltungsangebot aus den Mediatheken und weiteren Filmen (s. unten) an. Es ist in allen Bundesländern vertreten, mit Ausnahme von Hessen, NRW und Baden-Württemberg.

  • Unitymedia (gehört seit 1.02.2020 zu Vodafone)

    www.unitymedia.de

    Unitymedia ist für Kunden in Hessen, NRW und Baden-Württemberg zuständig.

  • PYUR

    www.pyur.com/

    PYUR ist ein Produkt der Tele Columbus AG und vereint Internet und Telefonie mit klassischem Fernsehen und einem Angebot aus den Mediatheken und weiteren Filmen

Der Empfangsweg DVB-S/DVB-S2

Hiermit ist der digitale Satellitenanschluss gemeint. Vielfach wird er auch als „Fernsehen über Schüssel“ bezeichnet. Auf diesem Weg haben Sie in der Regel einen zuverlässigen Empfang der AD.

Es liegen unterschiedliche Satelliten zum Fernsehempfang vor. Wir empfehlen Ihnen, sich vor der Wahl Ihres Anbieters zu überlegen, ob Sie auch Sender aus anderen europäischen Ländern empfangen wollen. Über so genannte Multifeed-Anlagen ist es darüber hinaus möglich, von einem Standort unterschiedliche Satelliten zu empfangen.

Übersicht der Sat-Provider:

  • Astra (19,2° Ost)

    www.astra.de/16764019/de

    Dieser Anbieter stellt die meisten deutschsprachigen Sender bereit.

  • Eutelsat (Eutelsat Hot Bird 13° Ost)

    www.eutelsat.com/de/home.html

    Hierüber empfangen Sie Sender aus fast allen europäischen Ländern. Sie haben auf diese Weise auch Zugriff auf Audiodeskriptionen in ausländischer Sprache.

Der Empfangsweg DVB-T

Hier spricht man vom terrestrischen Fernsehempfang oder auch vom Empfang über „Antenne“. Bei dieser Empfangsart kommt es zu größeren Einschränkungen beim Empfang der AD. Allerdings läuft bereits seit dem 31. Mai 2016 eine schrittweise Umstellung auf DVB-T2. An vielen Standorten findet am 29. März die Umstellung auf DVB-T2 HD statt. Hier endet zugleich das Angebot über DVB-T.

Nachfolgend erhalten Sie eine Empfangsprognose für Ihren Wohnort sowie weitere Informationen zum Empfang über DVB-T:
http://www.ueberallfernsehen.de/empfangsprognose/index.html

Der Empfangsweg DVB-T2

Seit dem 31. Mai 2016 läuft die erste Phase der Umstellung von DVB-T auf DVB-T2. Seitdem sind in verschiedenen Ballungsräumen sechs Sender in HD-Auflösung verfügbar.

Am 29. März 2017 erfolgt in vielen Regionen die Umstellung auf DVB-T2 HD. Zugleich endet an diesen Standorten das Angebot über DVB-T. Hier ist also ein entsprechender Fernseher oder Receiver notwendig, um weiterhin Sender über Antenne empfangen zu können. Achten Sie beim Kauf auf das grüne DVB-T2-HD-Logo! An den Standorten, an denen es noch nicht zur Umstellung kommt, bleibt das Angebot über DVB-T noch erhalten.

Auf den HD-Sendern soll die Audiodeskription zuverlässig mit ausgestrahlt werden.

Über DVB-T2 können Sie im gesamten Bundesgebiet etwa 40 Sender empfangen. Darunter sind hochauflösende Sender (HD) und Sender mit Standardauflösung (SD) ebenso wie Sender, für die eine Gebühr zu entrichten ist (Pay-TV). Das Ganze ist als hybrid-integrales Angebot konzipiert, das heißt, es verbindet klassisches Fernsehen über die Antenne mit Inhalten aus dem Internet. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, lokale, Fremdsprachen- oder Nischenprogramme zu empfangen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Internetanschluss

Die komplette Umstellung auf DVB-T2 soll bis Mitte 2019 abgeschlossen sein.

Die Verbreitung von DVB-T2 erfolgt über Media Broadcast:
http://www.media-broadcast.com/enabling-media-innovation

Der Empfangsweg DVB-IPTV

Hiermit ist das Fernsehen über das Internet gemeint.

Die beiden größten Anbieter von IP-TV sind die Telekom und Vodafone. Das Angebot der Telekom nennt sich "Magenta TV" und das von Vodafone "Giga TV". Beide bieten eine Kombination aus dem linearen Fernsehen, den Inhalten aus den Mediatheken sowie ergänzenden Produktionen an.  

Hinweis zum Empfang der AD bei Magenta TV:
Die Hörfilmtonspur wird nur auf den SD-Sendern angeboten. Sie empfangen sie über ZDF, aber nicht über ZDF HD. Das Gleiche gilt für alle weiteren öffentlich-rechtlichen Sender.